- Wohnen
- Innovativer Holzbau
Ein Ökoquartier erfindet die Stadt neu
Das Ökoquartier Wood’Art in Toulouse zeigt, wie Holzmodul- und -elementbau heute im grossen Massstab geht.
Das Ökoquartier Wood’Art in Toulouse zeigt, wie Holzmodul- und -elementbau heute im grossen Massstab geht.
Ende 2021 lancierte die Stadt Genf eine Ausschreibung, um an mehreren Standorten rasch neue Schulbauten zu errichten. Nur ein modulares Holzbausystem war in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen.
In Zeiten wachsender Anforderungen an Flexibilität und Nachhaltigkeit im Schulbau setzt der Pavillon Ottenbach neue
Massstäbe und zeigt, dass systematisch geplante Lösungen nicht nur flexibel sind, sondern auch ästhetisch und ökologisch überzeugen können.
Ein Kurzfilm stellt den neuen modularen Pavillon von Chavannes-près-Renens vor. Dieser dient während den nächsten acht Jahren als Ausweichstandort für bestehende Schulanlagen, die saniert werden müssen.
Im August können die Schulkinder und Lehrpersonen das neue Modulschulhaus Wyden in Winterthur beziehen. Im Gespräch mit Modulart schildern Junior-Projektleiterin Livia Niederer und Bauleiter Robin Nellen – beide bei Blumer Lehmann in Gossau tätig – die besonderen Herausforderungen des Projekts.
Nicht zuletzt dank Holzelement- und Holzmodulbauweise können Aufstockungen einfach realisiert werden. Dass sie trotz Wohnraummangel nicht häufiger zur Anwendung kommen, hängt nicht zuletzt mit der rekurswilligen Nachbarschaft zusammen.
Vorgefertigte Holzmodulbauten erfüllen höchste Standards bezüglich Wärme-, Schall- und Brandschutz sowie Ökologie. Ein wichtiges Element dabei sind hochwertige Dämmstoffe. Wie etwa jene von Isover. Dank Vorkonfektionierung erlauben diese ausserdem eine rasche Fertigung der Module. Wie deren Einbau abläuft, zeigt ein Blick in die Werkhallen von Erne Holzbau.
Mit ihrem sechsgeschossigen Holzelementbau in Cornellà im Grossraum Barcelona setzen Peris + Toral Arquitectes einen neuen Standard im nachhaltigen, sozialen Wohnungsbau. Das Büro erhielt 2024 für dieses Projekt den internationalen Preis des Royal Institute of British Architects (RIBA).
Im Oktober 2024 wurde der Modulbau auf dem Areal der Schule Schlossmatt in Burgdorf fertiggestellt. Es bietet Platz für zwei Kindergarten- und sieben Primarschulklassen sowie Räume für die Betreuung im Rahmen des Tagesschulkonzepts. Der Neubau basiert auf den Modulbauten, die der Holzbauer Blumer Lehmann zusammen mit Bauart Architekten und Planer bereits in Bern, Winterthur und im deutschen Schorndorf realisiert haben. Optisch kommt der Neubau in Burgdorf aber eigenständig daher.
Während die renommierte Kunsthalle Tallinn renoviert wird, lockt ein temporärer Ausstellungspavillon Kunstinteressierte in die Peripherie der Stadt. Er soll auch einen Dialog zwischen den verschiedenen Teilen der Bevölkerung anstossen. Für ihr Engagement als visionäre kulturelle Brückenbauerin erhält die Kunsthalle Tallinn den Prix Kunst und Ethik.
Im Nordwesten von Barcelona haben Vivas Arquitectos im Auftrag der Stadt einen Holzsystembau errichtet. Auch wenn er sich äusserlich gut in das Universitätsquartier einfügt, beherbergt er weder ein Institut noch Studierende.