Modulart ist ein Labor für modulares Bauen. Offen auch für Sie.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser

Jahreszeitlich und pandemiebedingt verbringen wir nun wieder mehr Zeit in unseren eigenen vier Wänden. Der Blick in den Innenraum hat uns über Möbel nachdenken lassen – über modulare natürlich. Ihr Vorteil: Sie machen jede Lebensphase mit, vergrössern sich auf Wunsch mit der Familie und lassen sich beim nächsten Umzug einfach auseinandernehmen und wieder zusammensetzen.

Bezüglich Systemmöbeln sitzen wir Schweizer an der Quelle: Neben dem vielseitig einsetzbaren USM Haller gehören auch das Alu-Regalsystem von Lehni und das Verena-Huber-Regal zu den Schweizer Designklassikern. Das aus Italien stammende Errex-System wurde entworfen, um bei möglichst geringem Gewicht viel Last zu tragen. Und die Minimöbl aus Basel wachsen mit den Kindern mit. Modulart hat sich bei stolzen Modulmöbel-Besitzerinnen und -Besitzern umgehört und erzählt, wie es sich mit diesen fünf ausgewählten Baukastenmöbeln leben lässt. Auch die beiden neu entwickelten modularen Systeme «Motirō» der Hochschule Luzern und «Pixel» von Bene aus Österreich sind keine monofunktionalen Möbeln – sondern Hocker, Regal, Treppe, Tisch und noch viel mehr in einem.

Vier Holzschränke, keine modularen zwar, stehen buchstäblich im Zentrum eines Einfamilienhauses. Sie sind Tragstruktur und Kern des räumlichen Konzept. Da sich der Bauherr ein zügelbares Haus wünschte, entwickelten Rahbaran Hürzeler Architekten ein Gebäude aus komplett vorgefertigten Segmenten, die vor Ort nur noch zusammengesetzt werden. Zwei Jahre nach Fertigstellung haben wir bei nachgefragt, wie sich das Haus bewährt.

Wie sich Bauten bewähren und umnutzen lassen, fragt auch die schön gestaltete, reich bebilderte Neuerscheinung «bewahrt, erneuert, umgebaut». Am Beispiel von 18 Bauten erzählen die Herausgeber die Geschichte der Nachkriegsmoderne im Kanton Zug. Es geht dabei auch um deren Nutzungs- und Lebenszyklen, zwei Begriffe, die wir für Sie nachgeschlagen haben. Eine weitere Publikation, die wir Ihnen vorstellen, erscheint Anfang Dezember im Triest Verlag zum Thema «Architektur fertigen. Konstruktiver Holzelementbau».

Falls der Platz in Ihrem Homeoffice knapp wird, könnte das Baukasten-Minibüro des Londoner Studios Boano Prišmontas eine Lösung sein. Vielleicht sitzen Sie beim Lesen aber auch in einer modularen Möbellandschaft: Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall eine interessante Lektüre.

Ihre Modulart-Redaktion

Wir stellen Projekte, Forschungsarbeiten und innovative Akteure vor. Im Bewusstsein, dass der Zukunftsgedanke der wachsenden und sich verändernden Gesellschaft grosse Ideen braucht. Wir sind interessiert, eine Debatte zu führen, aus der auch neue Lösungsansätze hervorgehen.

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