Modulart ist ein Labor für modulares Bauen. Offen auch für Sie.

Liebe Leserinnen und Leser

Das knappe Angebot an Wohnungen vor allem im urbanen Raum ist derzeit ein Dauerbrenner. Rezepte dagegen gibt es verschiedene: etwa die Nachverdichtung bestehender Quartiere oder die Beschleunigung des Wohnungsbaus. Modulart beleuchtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven und lotet aus, welche Rolle Gebäude aus vorgefertigten Bauteilen bei der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum spielen können.

Den Auftakt macht ein grundsätzlicher Blick auf die Thematik: Warum ist Wohnraum derzeit knapp? Ist das Phänomen neu? Wann redet man von Wohnungsnot? Diese und weitere Fragen beantwortet unser Einleitungstext.

Grosse Potenziale bietet die Nachverdichtung bestehender Quartiere und Siedlungen. Ein interessantes Beispiel ist der Aufbau von Wohngeschossen auf die in Deutschland weit verbreiteten Garagenboxen in Hinterhöfen. Ein realisiertes Projekt von Architekt Falk Schneemann in Karlsruhe zeigt, welche Herausforderungen damit verbunden sind und macht Mut zur Nachahmung. Ebenfalls in einem vorher ungenutzten Hinterhof steht ein Mehrfamilienhaus in Holzelementbauweise, das in Paris bereits vor 13 Jahren realisiert wurde, aber bis heute Vorbildcharakter hat.

Im Interview erzählt Uli Amos, Geschäftsführerin der Wohnbaugenossenschaft Equilibre in Genf, mit welchen Mitteln und Strategien sie der Wohnungsknappheit in der Kantonshauptstadt begegnet. Einen weiteren spannenden Ansatz liefert das neue Wohngebäude mit preiswerten Kleinwohnungen in Holzelementbauweise auf dem Baumgartenareal in Bern-Bümpliz. Das Angebot richtet sich speziell an ältere Menschen mit kleinem Einkommen. Durch einen Umzug in den Neubau können sie im angestammten Umfeld wohnen bleiben und ihre grössere Wohnung für Familien freigeben. Auch dies ein Beispiel, das zur Nachahmung einlädt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Das Modulart-Team

Wir stellen Projekte, Forschungsarbeiten und innovative Akteure vor. Im Bewusstsein, dass der Zukunftsgedanke der wachsenden und sich verändernden Gesellschaft grosse Ideen braucht. Wir sind interessiert, eine Debatte zu führen, aus der auch neue Lösungsansätze hervorgehen.