Living Shell ist ein Forschungsprojekt, bei dem es um die qualitätsvolle Verdichtung durch den Ausbau von Dächern und Fassaden geht. Das modulare Bausystem wurde mit dem Ziel entwickelt, die Vorteile der Standardisierung mit dem Wunsch nach einer Vielfalt an Lösungen in Übereinstimmung zu bringen.

Bilder: Living Shell

Die Vorteile des modularen Bausystems in Leichtbauweise liegen in seinem geringen Gewicht und einem hohen Qualitätsstandard durch die Vorfertigung im Werk.

Das Ziel der Standardisierung in der Bauindustrie ist ein hoher Vorfertigungsgrad bei limitierter Produktpalette. Dies führt zu Zeit- und Kostenersparnis. Beim modularen Bausystem Living Shell werden diese Vorteile mit einer hohen Variabilität verbunden, um unterschiedlichen Nutzerwünschen entgegenzukommen, auf die verschiedensten Anforderungen zu reagieren und Gebäudeerweiterungen dem jeweiligen baulichen Kontext anpassen zu können.

Das modulare Bausystem Living Shell ermöglicht eine gestalterisch wertvolle und mehrwertorientierte Nachverdichtung im Bestand durch Dachaufstockungen und Fassadenerweiterungen. Das System zur Erweiterung von Bestandsbauten kombiniert standardisierte Raummodule mit individuell anpassbaren Verbindungselementen. Basis bilden Stahl-Leichtbauprofile, welche mit Trockenplatten beplankt und mit langlebigen und ökologischen Dämmstoffen kombiniert werden.

Die Vorteile des modularen Bausystems in Leichtbauweise liegen in seinem geringen Gewicht und einem hohen Qualitätsstandard durch die Vorfertigung im Werk. Die Module können passgenau zum Fortgang der Bauarbeiten an die Baustelle geliefert werden. Durch ihren hohen Vorfertigungsgrad sind Module innerhalb kurzer Zeit montierbar und minimieren dadurch die mit Bauarbeiten einhergehenden Beeinträchtigungen von Nutzenden und Nachbarschaft.

Living Shell wurde anhand von schweizweit häufig vorkommenden Bautypen aus verschiedenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit Umsetzungspartnern, Bauträgern, fünf Städten und einem Kanton entwickelt und ist daher vielfältig einsetzbar. Durch eine auf Gebäude und Umgebung abgestimmte Anordnung von Erweiterungen können bestehende Verdichtungspotenziale genutzt werden.

Die Möglichkeiten einer Gebäudeerweiterung mit dem modularen Bausystem Living Shell wurden anhand eines Beispielgebäudes in Onex, Kanton Genf, aufgezeigt, sowie an weiteren sechs Standorten in der Schweiz und drei Standorten in Deutschland untersucht.

Anlässlich des Forschungsprojekts erschien eine Publikation: Das modulare Bausystem Living Shell

Beim modularen Bausystem Living Shell interessierte die Frage, wie mit einer Stahlleichtbau-Konstruktion der Anspruch, Raum für mehr Nutzende zu schaffen, für unterschiedlichste Typologien von Gebäuden umgesetzt werden kann.

Bilder: Living Shell

Living Shell

Forschnungsprojekt

Das Projekt «Living Shell – qualitätsvolle Verdichtung durch Ausbau und Sanierung von Dächern und Fassaden» leistet einen Beitrag zur anstehenden umfassenden Sanierung des Gebäudeparks in der Schweiz. Beteiligte Organisationen: Institut für Soziokulturelle Entwicklung und CC Typologie & Planung in Architektur. Externe Projektpartner: EPFL ENAC IA LAST, HafenCity University Hamburg HCU, Technische Universität Berlin. Externe Projektfinanzierer: Kommission für Technologie und Innovation KTI, Cocoon System AG, Knauf AG, Pittsburgh Corning (Schweiz) AG, Bauart Architekten und Planer AG, yellow z.

Medien

NZZ Beilage zu den Real Estate Days in Thun 2019