Im Basler Entwicklungsgebiet Volta Nord wird das Parkhaus Lysbüchel aus den 1970er-Jahren nicht einfach abgebrochen, sondern sorgfältig demontiert. Da es einst aus vielen gleich grossen vorgefertigten Stützen, Trägern und Deckenelementen zusammengefügt wurde, eignen sich die Bauteile aus Beton besonders gut für die Weiterverwendung. Sie werden ausgebaut, geprüft, vermessen und katalogisiert. Ein Teil der Bauteile soll dann ganz in der Nähe, bei neuen Wohnungen am Walkeweg und am Schliengerweg, eine zweite Verwendung finden.

Fotos: Derek Li Wan Po

Das Projekt macht sichtbar, was Re-Use im grossen Massstab bedeutet: Die Bauteile werden nicht erst beim Rückbau zum Thema, sondern ihre Masse und Eigenschaften fliessen schon früh in die Planung der Neubauten ein. Rück- und Neubau müssen ineinandergreifen, technische und rechtliche Fragen frühzeitig geklärt werden. Das verlangt neue Formen der Zusammenarbeit – und den nötigen Spielraum, um Re-Use zeitlich, räumlich und finanziell überhaupt möglich zu machen. «Mit Skalpell und Pinzette», nennt Peter Kaufmann von Immobilien Basel-Stadt den Rückbau. Was beim Parkhaus Lysbüchel exemplarisch sichtbar wird, führt direkt zu einer Frage, der wir uns im nächsten Newsletter widmen: Wie lässt sich das Vorhandene weiterdenken und weiterbauen. Unser nächstes Thema: Re-Use.

Beitrag vom SRF Regionaljournal Basel Baselland dazu.

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